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The OhOhOhs / Samstag - 14:00 - Trop City

Große Überraschung dieses Jahr: die virtuosen OhOhOh´s kommen mit auf Safari! Nicht einfach so, sondern mit Doppelkonzert, Samstag mittag auf der Hauptbühne und nachts auf dem Dancefloor!


Eine Fusion, so viel lässt sich abseits profitabler Firmenzusammenschlüsse zum Nachteil der Angestellten sagen, eine Fusion ist vorwiegend was sehr, sehr Schönes. In der Liebe zum Beispiel führt sie idealerweise zur Verschmelzung zweier Seelen, ohne ihre Persönlichkeiten zu vereinheitlichen. In der Musik dagegen führt sie zur Öffnung verschiedener Stile, ohne denen die Kanten abzuschleifen. Falls Fusionen also gleichermaßen Liebe und Musik zum Ziel haben, kann daraus demnach wirklich Großes erwachsen – davon wissen Florian Wäldele und Florian Dreßler nicht nur deshalb ein Lied zu singen, weil sie den gleichen Vornamen tragen; als Band treiben sie das Prinzip „Fusion“ seit geraumer Zeit auf eine Spitze, die jetzt nochmals ein Stück höher gelegt wird.


Anfang des Jahrhunderts nämlich haben die zwei Freunde aus Frankfurt ihr kammermusikalisches Projekt The OhOhOhs gegründet, in dem sie die virtuosen Drums vom einen Flo (Dreßler) mit den meisterhaften Keyboards des anderen Flo (Wäldele) zum elekroanalogen Plüschbartechno verrührt haben, der die Clubs in ganz Hessen und manchmal gar fast der halben Welt zum Kochen bringt. Ende 2014 dann wollte der examinierte Pianist mit seinem autodidaktisch geschulten Schlagzeuger zurück zu den Wurzeln ihrer gegensätzlichen Instrumente und hob parallel das Oh!chestra aus der Taufe.


Anfang des Jahrhunderts nämlich haben die zwei Freunde aus Frankfurt ihr kammermusikalisches Projekt The OhOhOhs gegründet, in dem sie die virtuosen Drums vom einen Flo (Dreßler) mit den meisterhaften Keyboards des anderen Flo (Wäldele) zum elekroanalogen Plüschbartechno verrührt haben, der die Clubs in ganz Hessen und manchmal gar fast der halben Welt zum Kochen bringt. Ende 2014 dann wollte der examinierte Pianist mit seinem autodidaktisch geschulten Schlagzeuger zurück zu den Wurzeln ihrer gegensätzlichen Instrumente und hob parallel das Oh!chestra aus der Taufe.


Gleiche Besetzung, ähnlicher Sound, nur eben etwas anders dargereicht: Ohne Synths & Samples näherte sich das Duo fortan spürbar der traditionellen Klassik an und fusionierte die mitunter vertrackten Klavierarrangements durchs variable Tempo vielschichtiger Drums zu einer neuen Form von Jazz bis Big Beat. Nun aber gehen die Flos einen Schritt nach hinten in die Zukunft und lassen beide Bands ohne Arbeitsplatzabbau zu einer einzigen verschmelzen. Sie heißt The OhOhOhs!!! mit drei dicken Ausrufezeichen, die auch dreierlei zum Ausdruck bringen: Das eine ist ohne das andere nicht denkbar! Das andere läuft dem anderen nie den Rang ab!! Und beides zusammen bündelt die unsterbliche Liebe der beiden Künstler zur Musik in einer eklektischen Innbrunst, die man live erlebt haben sollte, aber nicht muss, um zu fühlen, wie dabei Hingabe und Schweiß aus jeder Note tropft.


Mit Anfang 40 schalten die zwei perfektionistischen Improvisationsgenies also nochmals einen Gang hoch und fusionieren zwei Fusionen zu einer Fusionsfusion, die wahrhaftig Generationen, Schichten, Subkulturen verbindet. Denn während das Oh!chestra nicht zwingend, aber irgendwie organisch reifere Sichtweisen auf die Musik bedient hat, funktionierten The OhOhOhs auch im jugendlichen Partykosmos, was auf Jahre hinaus gefeierte Gigs eines Festivals, das nicht ohne Grund „Fusion“ heißt, ebenso belegen wie zahllose Kellerkonzerte im urbanen Underground.


Jetzt können endlich auch all die verschiedenen Peergroups zusammenkommen und Konventionen eben Konventionen sein lassen, wenn Piano mit Keyboards, Percussion mit Drums, Klassik mit Elektrobeats, Virtuosität mit Spielfreude und schwerer Spaß mit leichtem Ernst verschmilzt. In der schönsten Fusion des Jahres, ach – aller Zeiten.



https://www.facebook.com/TheOhOhOhs

https://soundcloud.com/theohohohs